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Die Beagles sind bald wieder los!

Liebe Beagle-,

liebe Hundefreunde!

 

Mittlerweile können wir aus fast 8 Jahren Erfahrungen schöpfen und euch gerne die Rasse Beagle näher bringen, wie ihr die kleinen quirligen, dickköpfigen und bunten Hunde unter Kontrolle bekommt!

 

Was sind sie denn nun? Jagdhund, Familienhund? Oder beides?

Aus unserem Leben sind die süßen schlappohrigen Hunde einfach nicht mehr wegzudenken. Und wisst ihr auch warum? Weil Beagles für uns Familienhunde aber auch Jagdhunde sind.Ich habe immer anfangs zu meinem Mann gesagt, ich möchte keinen Couchpotato, ich möchte etwas mit meinem Hund unternehmen. Er sollte kniehoch sein, um ihn mit ins Büro nehmen zu können. Ja, als unser erster Beagle bei uns einzog, habe ich noch im Büro gearbeitet und ihn immer mitgenommen. Oft werde ich gefragt, ob der Beagle als Familienhund geeignet ist.

Ich denke ja, wenn ein paar Punkte im Zusammenleben mit dem Beagle beachtet werden. Aber dazu später mehr. Erst einmal ein paar geschichtliche Hintergründe über die Rasse Beagle. 

ETWAS GESCHICHTLICHES ZUR RASSE BEAGLE

Die Römer fanden in Großbritannien schon beagleähnliche Jagdhunde. 1475 taucht der Name „Beagle“ zum ersten Mal auf. Im 16. Jahrhundert begleiteten Beagles die englischen Könige auf der Jagd. Sie galten auch als kleines Ebenbild des ehemaligen Southern Hound, eines vom Bleu de Gascogne abstammenden Hasenjäger. Da Beagles kleiner und langsamer als die großen Hunde waren, ging man mit Beaglemeuten zu Fuß auf Hasenjagd. Er galt und gilt heute noch als familienfreundlicher Jagdhundmit feiner Nase, der Spurlaut abgibt und zum Brackieren, Stöbern und ebenso zur Schweißarbeit eingesetzt wurde. Also ist der Beagle als Jagdhund recht vielseitig und dies solltet ihr euch überlegen, wenn ihr mit dieser Rasse liebäugelt. Er ist kein Couchpotato, er braucht seine artgerechte Beschäftigung. Aber hierzu später mehr.

Heute wird der Beagle dank seiner Charaktereigenschaften oft als Familienhund aber auch noch als Jagdhund gehalten. Er ist anpassungsfähig, gesellig und verträglich untereinander. Da der Beagle sehr verträglich ist, wird er leider auch sehr gerne als Laborhund und Versuchstier eingesetzt. Viele Beaglebesitzer haben ihren Beagle aus dem Labor. 

Er ist als kleiner Jagdhund sanft, fröhlich und lustig aber auch intelligent und pfiffig. Dazu gehört noch seine Sturheit, die gar manchen Beaglebesitzer an den Rand des Wahnsinns bringen kann.

Der passionierte Jagdhund folgt nur zu gerne jeder Spur und als selbstständig jagender Meutehund zeigt er auch heute noch die Selbständigkeit und Eigenwillen. Wenn euer Beagle, schon einmal ausgebüxt ist, wisst ihr, wovon ich rede. Dieses Zuchtziel ist bis heute im Beagle erhalten. Und das ist auch gut so, wie ich finde. Es wird einfach nicht langweilig.

 

Der Beagle ist selbstsicher, ausdauernd und - besonders als Junghund - äußerst vital. Eines aber darf er nie sein: Scharf und aggressiv. Zur Wachsamkeit erzogen, wird er Außergewöhnliches vermelden, als Schutzhund jedoch ist er glücklicherweise ungeeignet. Der Beagle soll den Eindruck eines kräftigen, gesunden, ausdauernden Hundes vermitteln. Er soll quadratisch aufgebaut sein, mit kräftigen Knochen und viel Muskeln, ohne jedoch grob zu wirken.

Quellen: BCD Deutschland, Der große Kosmos Hundeführer, Kosmos-Verlag 

DER BEAGLE, EIN FAMILIENHUND?

 

Ja, wenn ihr einige Dinge berücksichtig! - . Es ist elementar wichtig, dass der Beagle von klein an konsequent erzogen wird, was ja sehr oft, bei so süßen und putzigen Welpen schwerfällt. Oder? Wie oben im Rasseportrait schon erwähnt, wird der Beagle heute oft als Familienhund angeschafft. Er ist sehr sozialverträglich mit Menschen, auch Kindern und auch anderen Hunden. Er hat eine kompakte Größe und nicht zu vergessen, für viele Menschen sieht er auch sehr niedlich und knuffig aus.

Er hat ein kurzes, pflegeleichtes Fell, was viele Menschen mögen. - Aber Vorsicht! Der Beagle haart relativ viel. Ich würde mir einen guten Staubsauger zulegen, was aber bei anderen Hunderassen, wie beispielsweise dem Labrador Retriever auch nötig ist. Ich habe einen kleinen Saugroboter, der mir morgens, während wir mit unseren Beagles spazieren gehen, einen Teil des Beagleglitters wegsaugt. Ansonsten ist der Beagle ziemlich pflegeleicht. Ab und An müssen seine Krallen geschnitten werden und die Ohren sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gereinigt werden. Meine Auswahl ist damals nicht auf den Beagle gefallen, weil er so süß und knuffig aussieht, sondern, weil er eine kompakte Größe hat und ich ihn mit ins Büro nehmen konnte.

 

 

Na ja, ein bisschen hat mich der Beagleblick und die niedlichen langen Schlappohren doch verführt. Ich wollte einen Hund, mit dem ich auch etwas unternehmen kann.

Mein Mann Andreas und ich sind der Rasse Beagle mittlerweile verfallen und wir haben dadurch die ein oder andere Erfahrung gemacht. Jeder, dem ich davon erzählt, dass ich mir einen Beaglewelpen anschaffen möchte hat mir von Anfang an gesagt, schaff dir keinen Beagle an, das ist ein Jagdhund, der kann nicht ohne Leine laufen und der hat seine Nase nur am Boden und braucht viel Auslauf und stundenlange Spaziergänge. Ist das wirklich so?

 

Nach mittlerweile knapp 8 Jahren Zusammenlebens mit Beagles, habe ich da eine andere Ansicht bzw. eine andere Erfahrung gemacht. Ja der Beagle benötigt seine artgerechte Beschäftigung und seinen Auslauf, aber nicht 2-3 Stunden täglich. Ich kann einen Beagle auch mit Nasen- und Kopfarbeit innerhalb von 15 - 20 Minuten auslasten, zum Beispiel mit der Such nach klein(st)en Gegenständen oder aber mit einem Trail (wo er Menschenspuren verfolgt) 

DER BEAGLE, EIN JAGDHUND?

 

Ja, es ist ein Jagdhund, na und? Ich wollte keinen Couchpotatoe, sondern einen Hund, mit dem ich was anfangen kann, wie ich oben schon erwähnt habe. So kam es wie es kam, ich schaffte mir meinen ersten Beagle an. Damals hatte ich keine Erfahrung mit Hunden, geschweige denn von Hundetraining. Und so kam es wie es kommen musste. Mein erster Beagle zog mit 8 Wochen ein. Er war echt knuffig und süß. Er lehrte mich auch, dass ich konsequent sein musste, was ich natürlich anfangs nicht war, aber so etwas rächt sich dann ganz schnell. Es kam wie es kommen musste, der kleine Kerl hörte null auf mich als er in die Pubertät kam und seine Nase klebte förmlich am Boden. Es hat mich und meinen Mann viel Schweiß, Mühe und Tränen gekostet, aber die war es alle Male wert. Mit 3 Jahren hatte ich einen tollen Familienhund und einen Beagle.

 

Dank meiner Ausbildung, wo der kleine Waffle alles mitmachen musste, wurden wir ein tolles Team. Ich verdanke ihm, dass ich heute für euch da bin und euch von Herzen helfe, dass ihr Beagle, ein toller Familienhund wird, der sich an euch orientiert und euch folgt.

Und was soll ich noch sagen? Ich bin bis heute der Rasse verfallen, auch wenn es Höhen und Tiefen gab und noch geben wird, denn kein Beagle ist wie der andere. Wir haben mittlerweile den dritten Beagle und auch dieser fordert mich und hat so seine Eigenschaften.  Ja, er ist ein Jagdhund und ja, er ist auch ein Familienhund. Ich möchte keinen Tag mehr mit meinen Beagles missen. Denn was ist schöner als ein Beagle? Zwei Beagle! Der Trend geht zum Zweit- oder sogar Dritthund und mehr.

 

KANN DER BEAGLE ERZOGEN WERDEN?

Ja, er kann. Wenn ihr meinen Rat beherzigt und euren Beagle in den ersten zwei Jahren konsequent und liebevoll erzieh, habt ihr einen tollen Hund und einen tollen Begleiter. Es ist wichtig, dass der Beagle auch im Alltag, bei euch zu Hause Konsequenz erfährt und nicht nur beim Training oder Spazierengehen.

Geht der Beagle jagen und kann ich ihn niemals ohne Leine laufen lassen?

 

Ja und Nein. Ein Beagle ist zum Verfolgen von Hasen- und Kaninchenspuren gezüchtet worden und er wird, wenn er kann, immer seiner Passion, dem Verfolgen von Spuren nachgehen, wenn er kann. Ihr denken jetzt, es ist Hopfen und Malz verloren? Nein, dass ist es nicht. Ich kann den Jagdtrieb eines Beagles nicht unterdrücken, aber ich kann ihn in kontrollierte Bahnen lenken. Wie bei jedem jagdlich ambitioniertem Hund.  

 

Ich kann dem Beagle sagen, ja du darfst jagen, wenn ich es möchte und es dir sage. Dann habt ihr einen Beagle, der in vielen Gebieten auch ohne Leine laufen kann. Einen Beagle, der abrufbar ist, wenn ich mit ihm konsequent einen guten Rückruf trainiert habe und ihm eine artgerechte Auslastung anbiete, zum Beispiel das Verfolgen von Menschenspuren, Fährtenarbeit, Apportieren, Suchen nach klein(st)en Gegenständer oder auch einfach einmal das Suchen von Leckerchen. Wichtig ist hier, dass er immer unter kontrollierten Bedingungen "jagen" kann. Das heißt im Klartext: ihr gebt immer das Signal (ihr agiert) und ihr löst auch jedes Signal auf und eurer Beagle reagiert.

Wen ihr ihn artgerecht auslastet, mit ihm im Alltag konsequent umgeht, dann habt ihr einen tollen, ausgeglichenen Familienhund, einen Dickkopf, einen Clown und einen Schmusehund und auch einen Jagdhund, der mit euch gemeinsam Jagen geht.

 

Wenn ihr möchtet, dass euer Beagle wie jede andere Hunderasse auch

...ohne Leine laufen kann (je nach Gebiet)

...sich auch an euch orientiert und nicht nur mit der Nase am Boden klebt

...an lockerer Leine laufen kann

...er zurückkommt, wenn ihr ihn ruft

dann ist es elementar wichtig, dass ihr mit eurem Beagle schon als Welpe konsequent, ruhig und geduldig mit ihm umgeht.

 

Wenn ihr Hilfe benötigt, stehen wir euch gerne mit Rat und Tat zur Seite und bieten hierzu gerne Einzeltraining und auch Gruppentraining an. Das nächste Gruppentraining startet Ende März und es sind noch Plätze frei. Alle Infos erhaltet ihr unter dem Angebot Gruppentraining für Beaglehalter. Gerne könnt ihr mich jederzeit per Mail an worms@martinruetter.com kontaktieren oder auch anrufen.

 

Wir wünschen euch, so viel Freude und Spaß mit eurem Beagle, wie wir es haben. Denn ein Leben ohne Hund (Beagle) lohnt sich nicht. Oder wie sagte Heinz Rühmann so schön.

Eure Bettina Bumb mit der Beagle Gang Coroner & Harper

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